Produkt - und Markenpiraterie

Nahezu jedes produzierende Unternehmen in Deutschland ist Produkt- und Markenpiraterie ausgesetzt. Laut einer Meldung der DIHK (Deutscher Industrie - und Handelskammertag)  kostet Produkt- und Markenpiraterie die deutsche Wirtschaft 20-30 Milliarden Euro Umsatz und ist verantwortlich für den Verlust von über 70.000 Arbeitsplätzen. Grund ist die zunehmende Globalisierung und die Möglichkeit anonymer Vertriebswege über das Internet. Gerade deutsche Produkte genießen aufgrund hoher Qualität weltweit große Anerkennung. Doch gerade dieses Image zieht Produkt- und Markenpiraten an, die qualitativ minderwertige Plagiate erstellen und mit der billigen Nachahmer Ware den weltweiten Markt überschwemmen. Dies führt nicht nur zu enormen finanziellen Einbußen für den Markeneigener, sondern resultiert auch unweigerlich in einem Imageverlust.

War früher Asien das Zentrum für Marken – und Produktpiraterie, haben sich heute Länder wie Polen, Ukraine, GUS Staaten, Türkei und auch die Tschechische Republik zu Hochburgen von Produktfälschungen entwickelt. Doch auch Deutschland selbst ist von dieser Entwicklung nicht ausgenommen. Hier werden hauptsächlich Software und Tonträger gefälscht.

Es ist keine Frage, dass Unternehmen dringend dafür Sorge tragen müssen, dass ihre Rechte nicht durch Marken- und Produktpiraterie verletzt werden. Bestehenden Rechtsverletzungen muss zudem intensiv nachgegangen werden, denn gefälschte Produkte erfüllen in der Regel nicht nur den Straftatbestand der Marken- und Produktpiraterie sondern verstoßen in den meisten Fällen auch gegen Urheberrechte, Markenrechte, Patentschutz und Wettbewerbsrecht.

Um Unternehmen vor derartigen Rechtsverstößen zu schützen,  sollten die Dienste einer Wirtschaftsdetektei in Anspruch genommen werden, die auf  Produkt- und Markenpiraterie spezialisiert ist. Auf Produktpiraterie und auch Markenpiraterie spezialisierte Detektive sind Experten auf ihrem Gebiet. Sie werden Beweise für Fälschungen sammeln und die Betriebswege der gefälschten Produkte und Waren dokumentieren. In einem ersten Schritt werden durch Testkäufe Kopien der Nachahmer Produkte sichergestellt. Ein Auslandseinsatz kann hier von Nöten sein, doch grundsätzlich wird zunächst versucht werden, inländische Absatzwege und Absatzkanäle zu ermitteln.

Ziel der Ermittlung wird es sein, Produktionsstätten und Lagerräume ausfindig zu machen, sicher zu stellen, dass die Nachahmer Waren vom Markt verschwinden und darüber hinaus Sorge zu tragen, dass Hintermänner identifiziert werden. Durch akribisches Dokumentieren der Beweise und Sachverhalte, sowohl durch Fotos als auch durch Videoaufzeichnungen, wird gewährleistet, dass sämtliche gesammelte Fakten auch bei einem Gerichtsverfahren als Beweismittel anerkannt werden und zu einer eindeutigen Überführung und Verurteilung der Markenpiraten führen.