Krankschreibungsmissbrauch

Krankschreibungsmissbrauch, Lohnfortzahlungsbetrug oder auch im Volksmund „Blaumachen“  ist gerade in Deutschland ein großes Problem, mit dem Unternehmen jeder Größenordnung zu kämpfen haben. Nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung entsteht der Wirtschaft durch falsche Krankmeldungen ein jährlicher Schaden von über 10 Milliarden Euro. Mitarbeiter lassen sich oftmals krankschreiben, um im bezahlten Krankenstand einer Schwarzarbeit nachzugehen oder auch die eigene Wohnung etc. zu renovieren. Für die meisten Firmen stellen Mitarbeiter, die unter Vortäuschung falsche Tatsachen dem Arbeitsplatz fernbleiben, nicht nur ein wirtschaftliches Problem dar. Oftmals werden durch die chronischen Blaumacher auch Fristen versäumt. Der Arbeitgeber muss in vielen Fällen nicht nur die Last doppelter Kosten tragen (Lohnfortzahlung und Kosten für z.B. Leihpersonal), sondern auch Vertretungspersonal anlernen. Zudem führt Krankschreibungsmissbrauch oftmals zu allgemeiner Unzufriedenheit im Mitarbeiterstab, da diese in vielen Fällen die Arbeiten des Blaumachers mit übernehmen müssen.

Aus rechtlicher Sicht ist es ein Verstoß gegen den Arbeitsvertrag, sich unberechtigt Krankschreiben zu lassen und wird als Krankschreibungsmissbrauch oder Lohnfortzahlungsbetrug bewertet.

Jeder Unternehmer, der einen  Lohnfortzahlungsbetrug durch Mitarbeiter vermutet, sollte umgehend Schritte einleiten, um weitere Schäden für das Unternehmen zu unterbinden. Am effektivsten ist es hierbei, einen Wirtschaftsdetektiv zu engagieren, der auf Krankschreibungsmissbrauch spezialisiert ist und auch eine etwaige Schwarzarbeit aufdecken wird.

Ein erfahrener Ermittler wird den vermeintlichen „Blaumacher“ diskret observieren und gerichtsverwertbare Beweise sichern.  Eine Beobachtung wird über mehrere Tage erfolgen, um jegliche Zweifel auszuschalten und einen Lohnfortzahlungsbetrug zweifellos festzustellen. Auch wird geklärt werden, in welchem Verhältnis der Blaumacher zu dem Arzt steht, der die Krankmeldung ausgestellt hat. Oftmals kann erwiesen werden, dass es sich bei der Krankmeldung um eine reine Gefälligkeit handelt, da der Mitarbeiter in einem freundschaftlichen Verhältnis zum Arzt steht. In diesem Fall muss auch der Mediziner mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen.

Falls der Mitarbeiter im Krankenstand einer Schwarzarbeit nachgeht, wird der Detektiv auch dies  sowohl schriftlich als auch durch Fotos dokumentieren.

Erweist sich die Vermutung des Arbeitgebers als richtig und begründet, kann eine sofortige und fristlose Kündigung erfolgen. Die durch den Detektiv gesicherten Beweise werden auch vor jedem Arbeitsgericht Bestand haben. Auch greifen Arbeitsgerichte gerade in erwiesenen Fällen eines Lohnfortzahlungsbetruges immer härter durch. So werden auch die Kosten des Detektivs in der Regel als "Kosten der notwendigen Beweisführung nach §91 ZPO" dem entlassenen Mitarbeiter angelastet.